CDA-CH-RESP (project)

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Offizielle Bezeichnungen

de: CDA-CH-RESP (2017) - Rettungsdienstprotokoll
fr: CDA-CH-RESP (2017) - TODO
it: CDA-CH-RESP (2017) - TODO
en: CDA-CH-RESP (2017) - TODO

Administrative Informationen

Auftraggeber:
  • Interverband für Rettungswesen
  • eCH
Arbeitsgruppe:
  • Vereinigung Rettungssanitäter Schweiz (VRS)
  • Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR)
  • Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR)
  • VBS, Koordinierter Sanitätsdienst (KSD)
  • Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega)
  • Die Spitäler der Schweiz (H+)
  • Vertreter aus der Westschweiz und dem Tessin
  • Fachspezialisten von HL7 Schweiz und IHE Suisse
  • Stadtspital Triemli
  • Schutz & Rettung der Stadt Zürich (SRZ)
Umsetzung durch:
  • Schutz & Rettung der Stadt Zürich (SRZ), Felix Fischer
  • KDS Consulting GmbH, Christian Kohler
  • ahdis GmbH, Oliver Egger


Resultate

Status Titel Bemerkungen
Si-draft.svg Austauschformat CDA-CH-RESP V1 (de) Implementierungsleitfaden (Wiki mit Integration des Modells aus ART-DECOR; mit PDF Download)
Si-draft.svg Technisches Modell CDA-CH-RESP V1 (en) Modellierung in ART-DECOR

Ziele der Zusammenarbeit

Es soll ein Implementationsleitfaden entstehen, der die Usecases beschreibt und die Spezifikationen für Ausschreibungen und Implementationen liefert. Im wesentlichen sind dies:

1. Beschreibung eines generischen (nicht abschliessenden) Informationsflusses unter den Teilnehmern bei einem Rettungseinsatz (Sanitätsnotrufzentrale, Rettungsfahrzeuge, Zielspital, Backoffice des Rettungsdienstes, etc.).

2. Definition eines Elektronischen Einsatzprotokolls, d.h. eines Informationscontainers, der die benötigten medizinischen, demografischen und sonstigen Informationen zwischen den Teilnehmern transportiert.

Randbedingung: Die Wiederverwendung von geeigneten internationalen Standards oder Teilen davon ist ausdrücklich beabsichtigt.

Ausgangslage

Als Grundlage für Projekte zur Digitalisierung der Prozesse im Schweizer Rettungswesen und zur Anbindung dieser Organisationen am EPD soll ein für Schweizer Rettungsorganisationen anwendbarer, standardisierter Informationsfluss definiert werden. Das Projekt läuft unter der Führung des Interverbandes für Rettungswesen. Dabei sind die Informationsinhalte auf der Basis des internationalen Standards HL7, im Speziellen der Clinical Document Architecture (CDA) und die Abläufe technisch nach IHE Integrationsprofilen (ebenfalls eine internationale, mit HL7 eng kooperierende Organisation) beschrieben. Dieser Informationsfluss wird beim Verein eCH unter der Nummer eCH-0207 und bei eHealth Suisse unter der Bezeichnung CDA-CH-RESP als Standard etabliert.

Die Dokumentation erfolgt mit den Mitteln, die durch eHealth Suisse bereitgestellt werden (e-health-wiki und Art-Decor). So wird eine maximale Verbindung mit bereits bestehenden (eMedikation, Laborbefunde, Impfdossier) und künftigen Leitfäden sichergestellt.

Es herrscht Konsens darüber, dass dieser Implementationsleitfaden verhindern soll, dass weiterhin jede Organisation eigene Lösungen beschreiben und implementieren muss. Viele zugewandte Organisationen haben die Absicht geäussert, einen landesweiten standardisierten Informationsfluss in ihren Systemen zu implementieren, sobald ein solcher verfügbar ist. Mit Blick auf das EPD und die entsprechende eHealth Architektur Schweiz ist es ein Gebot der Zeit, die Spitäler als Partner im Informationsfluss des Rettungswesens unter den Aspekten einer EPD-Gemeinschaft einzubeziehen. Das entsprechende Eidgenössische Gesetz (EPDG) wurde im Frühjahr 2017 in Kraft gesetzt.

Mit einer breiten Abstützung können Unsicherheiten und Risiken aufgefangen werden. Die unterschiedlichen Zuordnungen von Rettungsorganisationen und Spitälern zu Gemeinden und Kantonen werden bei der Entwicklung des Leitfadens überbrückt und dieser kann dann bei Projekten als Vorgabe und Ausschreibungsbestandteil genutzt werden.

Abgrenzungen

  • Das vorliegende Dokument enthält die Datenelemente und die Wertebereiche, die von der Arbeitsgruppe nach einer Vernehmlassungsrunde genehmigt wurde. Es beinhaltet im Weiteren die daraus abgeleitete normative Spezifikation für das elektronische Rettungsprotokoll als Träger aller Informationen bei Notfalleinsätzen und für deren Übergabe an (nach-)behandelnde Institutionen (stationäre oder ambulante Leistungserbringer). Sie basiert auf HL7 CDA-CH.

Diese Spezifikation wird nach einer breiten Anhörung als international abgestimmter Standard durch „eHealth Suisse“ zur Verwendung empfohlen.

  • Mit der Beschreibung des elektronischen Rettungsprotokolls wird eine Grundlage gelegt, um eHealth im weitesten Sinn implementieren zu können. Es orientiert sich an einem generischen Usecase. Nicht beschrieben wird in diesem Dokument die Integration mit entsprechenden Usecases in (eHealth-)Prozessen und damit in Fachapplikationen oder im EPD!
  • Sprachen:
    • Spezifikation im Wiki in Deutsch und Französisch. Die Übersetzung nach Französisch erfolgt erst nach Abschluss der Arbeiten in Deutsch.
    • Modellierung in Art-Decor in Englisch.

Vorgehen

Im Frühjahr 2015 beschloss der Projektleiter für die Einführung eines elektronischen Einsatzprotokolles bei Schutz & Rettung Zürich, dass diesem Protokoll ein standardisierter Datensatz zugrunde liegen müsse, um die Interoperabilität des Protokolls mit den Informatik-Systemen vor- und nachgelagerter Organisationen sicherstellen zu können. Zum damaligen Zeitpunkt existierten keine nationalen oder internationalen Standards. Aus diesem Grund wurde eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die alle beteiligten Organisationen, Fach-Verbände, Sprachregionen und technischen Verbände umfasst. Im Herbst 2015 fand das erste Treffen dieser Arbeitsgruppe statt. Zielsetzung dieser Arbeitsgruppe war und ist, einen neutralen Standard für ein Einsatzprotokoll Schweizerischer Rettungsdienste zu erstellen, der auch mit den aktuell laufenden Anstrengungen betreffend eHealth kompatibel ist.

An diesem ersten Treffen wurde beschlossen, die Arbeiten in einem kleinen Team aufzusetzen und dieses durch eine breit abgestützte Begleitgruppe zu unterstützen. Nachdem die Finanzierung der benötigten Unterstützung durch Fachspezialisten aus HL7 und IHE gesichert und die Infrastruktur mit Art Decor und dem e-health-wiki.ch bereit war hat das Projektteam im Juni 2016 mit den weiterführenden Arbeiten begonnen.

Im 2. Quartal 2017 wurde innerhalb der Arbeitsgruppe eine Vernehmlassung betreffend der damals vorhandenen Resultate gestartet und die erhaltene Antworten wurden eingearbeitet.

Vorbehalten bleiben dabei Abstimmungen mit anderen Implementationsleitfäden, insbesondere mit der eMedikation, die sich auch jetzt in Arbeit befinden. Die Arbeitsgruppe ist sich bewusst, dass sie da in Teilen auf Komponenten setzt die noch nicht abschliessend sind und nimmt in Kauf, dass dazu möglicherweise Details nachbearbeitet werden müssen. Wir wollen dabei sicherstellen, dass nicht dieser Leitfaden an sich, sondern lediglich Beschreibungen auf Ebene Templates und Valuesets präzisiert/abgestimmt werden müssen.


Initialisierungsphase (Frühjahr 2015 bis Frühjahr 2016)

  • Gründung der Arbeitsgruppe
  • Kontaktaufnahme mit eCH, eHealth Suisse, HL7 Schweiz und IHE Schweiz
  • Sammlung von Basismaterial (Einsatzprotokolle)
  • Suche nach vergleichbaren internationalen Normen und Bestrebungen

Realisierungsphase (Sommer 2016 bis Ende 2017)

  • Aufsetzen des Projektes in Art Decor und Studium des Werkzeugkastens
  • Definition der Datensätze (Datasets) und Abbildung in Art Decor
  • Definition der Wertebereiche (Valuesets) und Abbildung in Art Decor
  • Definition des Kernprozesses (Szenario) und Abbildung in Art Decor
  • Erstellen von Use cases, die für die Modellierung geeignet sind
  • Abgleich der Definitionen mit den Vernehmlassungsresultaten der Arbeitsgruppe
  • Umsetzung der Definitionen in CDA-CH-Templates

Abschlussphase (Herbst 2017 bis 2018)

  • Dokumentation im Wiki von eHealth Suisse
  • Standardisierung bei eCH und eHealth Suisse. Die Organe Koordinieren sich dabei selber!

Aktueller Status

Datum Status
April 2018 In Standardisierung bei eCH und eHealth Suisse

Liste von Pendenzen und künftigen Arbeiten

Generell

  1. Anpassungen an den Wertebereichen werden auf Grund neuer medizinischer und rettungstechnischer Entwicklungen laufend notwendig sein.
  2. Codesysteme müssen laufend gepflegt werden
  3. Modellierung auf Prio 1 Segmente, nach Erstimplementation oder bei Bedarf zu erweitern
  4. IHE PCC-Technical Framework Supplement / Ambulance Transport to Facility (ATF)

Status: Offen

Pendenzen, die während der Arbeit am Projekt entstanden sind

  1. gemäss Vernehmlassung Status: Offen

Liste der resultierenden Massnahmen

  1. gemäss Vernehmlassung Status: Offen