Rettungsprotokoll (project)

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Administratives

Auftraggeber: eCH; HL7 Schweiz;
Projektleiter: Fischer Felix, SRZ/eCH; Kohler Christian, KDS GmbH/HL7 Schweiz

Änderungsverzeichnis

Datum Version Änderungen Autor
01.07.2016 0.1 intialisierung Beschreibung gnj
03.08.2016 0.2 Projektangaben, Ausgangslage khc

Ausgangslage

Als Grundlage für Projekte zur Digitalisierung der Prozesse im Schweizer Rettungswesen und zur Anbindung dieser Organisationen am EPD soll ein für Schweizer Rettungsorganisationen anwendbarer, standardisierter Informationsfluss definiert werden. Das Projekt läuft unter der Führung des Verein eCH in enger Koordination mit eHealth Suisse. Dabei sind die Informationsinhalte auf der Basis des internationalen Standards HL7, im Speziellen der Clinical Document Architecture (CDA) und die Abläufe technisch nach IHE Integrationsprofilen (ebenfalls eine internationale, mit HL7 eng kooperierende Organisation) beschrieben.

Die Dokumentation erfolgt mit den Mitteln, die durch eHealth Suisse bereitgestellt werden (e-health-wiki und Art-Decor). So wird eine maximale Verbindung mit bereits bestehenden Leitfäden (eMedikation, Laborbefunde, Impfdossier) und künftigen sichergestellt.

Es herrscht Konsens darüber, dass dieser Implementationsleitfaden verhindern soll, dass weiterhin jede Organisation eigene Lösungen beschreiben und implementieren muss. Viele zugewandte Organisationen haben die Absicht geäussert, einen landesweiten standardisierten Informationsfluss zu implementieren, sobald dieser verfügbar ist. Mit Blick auf das EPD und die entsprechende eHealth Architektur Schweiz ist es ein Gebot der Zeit, die Spitäler als Partner im Informationsfluss des Rettungswesens unter den Aspekten einer EPD-Gemeinschaft einzubeziehen. Das Eidgenössische Gesetz (EPDG) soll im Frühjahr 2017 in Kraft treten.

Die in diesem Projekt führende Organisation „Schutz & Rettung“ der Stadt Zürich (SRZ) ist in der Schweiz eine der führenden Rettungsorganisationen mit einem guten Einvernehmen und guter Zusammenarbeit mit anderen Schweizerischen Rettungsorganisationen, weshalb sie von eCH beauftragt wurde, mit Unterstützung von HL7 Schweiz diesen Leitfaden zu entwickeln.

Mit einer breiten Abstützung können Unsicherheiten und Risiken aufgefangen werden. Die unterschiedlichen Zuordnungen von Rettungsorganisationen und Spitälern zu Gemeinden und Kantonen werden bei der Entwicklung des Leitfadens überbrückt und dieser kann dann bei Projekten als Vorgabe und Ausschreibungsbestandteil genutzt werden.

Geplantes Schlussprodukt

Es soll ein Implementationsleitfaden entstehen, der die Usecases beschreibt und die Spezifikationen für Ausschreibungen und Implementationen liefert. Im wesentlichen sind dies:

1. Beschreibung eines generischen (nicht abschliessenden) Informationsflusses unter den Teilnehmern bei einem Rettungseinsatz (Sanitätsnotrufzentrale, Rettungsfahrzeuge, Zielspital, Backoffice des Rettungsdienstes, etc.).

2. Definition einer Elektronischen Einsatzdokumentation (EED), eines Informationscontainers, der die benötigten medizinischen, demografischen und sonstigen Informationen unter den Teilnehmern transportiert.

Randbedingung: Die Wiederverwendung von geeigneten internationalen Standards oder Teilen davon ist ausdrücklich beabsichtigt.


Status Titel (aktuelle Version) Details PDFs / Versionen / Materialien
Si-draft.svg Implementierungsleitfaden Rettungsprotokoll Details * noch kein PDF vorhanden

Vorgehen

In einem ersten Schritt wurde im vierten Quartal 2015 eine Erhebung der Grundlagen bei den Rettungsdiensten (Sammlung von Protokollen) und eine Analyse zum Geschehen auf der Welt gemacht.


Auf Grund dieser Ergebnisse und Erkenntnisse wurde beschlossen, die Arbeiten in einem kleinen Team aufzusetzen und dieses durch eine breit abgestützte Begleitgruppe zu unterstützen. Nachdem die Finanzierung der benötigten Unterstützung durch Fachspezialisten aus HL7 und IHE gesichert und die Infrastruktur mit Art Decor und dem e-health-wiki.ch bereit war hat das Projektteam im Juni 2016 mit den weiterführenden Arbeiten begonnen.

Es ist geplant bis Ende 2016 einen ersten Entwurf dieses Dokumentes in der Arbeitsgruppe zu publizieren und zur Diskussion zu stellen und bis 2017 eine Version in die finale Vernehmlassung bei eCH und eHealth Suisse geben zu können. Details dazu finden sich unter Zeitplan und Arbeitsschritte.

Vorbehalten bleiben dabei Abstimmungen mit anderen Implementationsleitfäden, insbesondere mit der eMedikation, die sich auch jetzt in Arbeit befinden. Die Arbeitsgruppe ist sich bewusst, dass sie da in Teilen auf Komponenten setzt die noch nicht abschliessend sind und nimmt in Kauf, dass dazu möglicherweise Details nachbearbeitet werden müssen. Wir wollen dabei sicherstellen, dass nicht dieser Leitfaden an sich, sondern lediglich Beschreibungen auf Ebene Templates und Valuesets präzisiert/abgestimmt werden müssen.

Abgrenzung

Das vorliegende Dokument enthält den Text wie er von der Arbeitsgruppe genehmigt wurde. Er beinhaltet die normative Spezifikation für das elektronische Rettungsprotokoll als Träger aller Informationen bei Notfalleinsaätzen und zu deren Übergabe an (nach-) behandelnde Institutionen (stationäre oder ambulante Leistungserbringer), basierend auf HL7 CDA-CH. Diese Spezifikation ist nach einer breiten Anhörung als international abgestimmter Standard durch „eHealth Suisse“ zur Verwendung empfohlen.

Mit der Beschreibung des elektronischne Rettungsprotokoll wird eine Grundlage gelegt, um eHealth im weitesten Sinn implementieren zu können. Es orientiert sich an einem generischen Usecase. Nicht beschrieben werden in diesem Dokument die Integration mit entsprechenden Usecases in (eHealth-)Prozessen und damit in Fachapplikationen oder im EPD!

Beteiligte Personen und Organisationen

Um eine möglichst breite Akzeptanz eines solchen Standards zu sichern, ist die Supervision aller Stakeholder zwingend. Unter der Führung des Dachverbandes „Interverband für Rettungswesen“ (IVR) und mit Unterstützung von:

- Schutz & Rettung der Stadt Zürich (SRZ)

- diversen Spitälern in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Schwyz und Zug

- externe Fachspezialisten von HL7 Schweiz und IHE Suisse

- SGNOR („Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin“)

- SGAR („Schweiz Gesellschaft für Anästhesie“)

- Beizug von Notärzten aus der Westschweiz und dem Tessin

- Vereinigung der Rettungssanitäter Schweiz (VRS)

- Universitätsspital Zürich und das Satdtspital Triemli

- VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport)

- REGA

unterstützt eine Begleitgruppe die Arbeiten.

Zuständigkeiten (Federführung pro Phase)

Die Federführung in diesem Projekt liegt bei Schutz und Rettung Zürich, Felix Fischer, beauftragt durch den KSD (Bund), eCH und eHealth Suisse

Projektorganigramm

Projektleitung: Felix Fischer, Schutz und Rettung Zürich

Vertretung Standardisierungsorganisationen IHE Suisse und HL7 Schweiz: Christian Kohler, Vorstandsmitglied (IHE & HL7)

Technische Beratung und Abbildung CDA-Templates: Oliver Egger, ahdis GmbH

Begleitgruppe (s. Beteiligte Personen und Organisationen)

Zeitplan und Arbeitsschritte

Oktober 2016 - Dokument als Diskussionsgrundlage für die Arbeitsgruppe

Februar 2017 - Diskussion in der Begleitgruppe, Start Vernehmlassung Beteiligte Personen und Organisationen

August 2017 - Abschluss Vernehmlassung durch Begleitgruppe

September 2017 - Eingabe Standard bei eCH

Frühjahr 2018 - Der leitfaden wird Publiziert

Kommentar: Die Planung musste angepasst werden. Insbesondere die Vernehmlassung im breiten Kreis hat mehr Zeit als erhofft in Anspruch genommen.

Schlussprodukt

Das Produkt aus diesen arbeiten soll ein Standard nach eCH mit der Unterstützung von eHealth Suisse sein. Die Form und der Weg durch die Genehmigungsinstanzen der Beiden Organisationen werden im Moment diskutiert und abgestimmt.